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Hufkrebs

Was ist Hufkrebs?
Sprechen Heilbehandler von Hufkrebs, dann ist keine bösartige, karzinomatöse Erkrankung gemeint, vielmehr ist eine Veränderung der Strahl-, Saum-, Ballenlederhäute gemeint. Diese blumenkohlartig anmutende Hornveränderung ist meist schmerzfrei. Symptomatisch ist das Aufquellen Lederhäute die statt gesunder Hornzellen ein feuchtes, käsig, schmieriges Material ablagern.

Wie entsteht Hufkrebs?
Es gibt viele Theorien aber keine wirklich belastbare Erklärung. Einfluss nehmen können sowohl Hufform, Belastung, Stoffwechsel, Hygiene aber auch mechanische oder chemische Reize.

So sind Pferde mit großen Fehlbelastungen im Trachtenbereich und/oder mit Zwanghufen stärker gefährdet als jene mit regelmäßigen und funktionstüchtigen Hufen. Lang anhaltende und erfolglos behandelte Strahlfäule kann genauso der Auslöser sein, besonders wenn aggressive Mittel eingesetzt werden, wie Rasse bedingte Besonderheiten (Kötenbehang), wenig pigmentierte Haut etc.

 

Kann man Hufkrebs erfolgreich behandeln?
Ein klares ,Ja‘! Wichtig ist die betroffenen Lederhäute freizulegen, bis gesunde, unaufällige Bereiche sichtbar werden. Eine Heilung kann jedoch nur erreicht werden, wenn die betroffenen Lederhäute abtrocknen können.

Absolute Hygiene ist ein muss – dies gilt für den Huf, aber auch für die Box.

Es gibt verschiedene Behandlungsansätze, geeignete und ungeeignete. Vom operativen Entfernen betroffener Stellen bis hin zum Ausbrennen (Anmerkung: aus unserer Sicht absolut ungegeignet) oder den Einsatz einer Hornschicht ablösenden Creme (Novaderma, Streuli Pharma). Vereinzelnd werden sehr bedenkliche Stoffe auf die freiliegenden Lederhäute gegeben.

Der wahrscheinlich wichtigste Faktor ist jedoch die Wiederherstellung der physiologischen Hufform und das Beseitigen der mechanischen Reize.